Kreative Wurzeln
Wo meine kreativen Wurzeln liegen … Schon oft wurde ich danach gefragt.
In Lesungen klingt das so: „Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?“
Im Bekanntenkreis: „Liegt das Schreiben in deiner Familie?“
Und die Kinderbuchmanufaktur hakt nach: „Was oder wer hat dich geprägt? Ein Mensch? Ein Buch? Eine Geschichte?“
Puh. Da muss ich eine ganze Weile denken.
Und dann fällt es mir doch ein. Meine kreativen Wurzeln liegen in einer Eigenschaft. Sprießen aus einem Wort, das mich beschreibt. Aus drei tiefgrabenden Buchstaben.
M. U. T.
Ich hatte schon zahlreiche Einfälle in meinem Leben: bunte Kissen nähen, Gleitschirmfliegen, alleine nach Brasilien reisen … im Gegensatz zum Bücherschreiben habe ich diese Vorhaben aufgrund fehlenden Mutes (Brasilien) oder auch mangels Talents (nähen – leider, seufz…) nicht durchgezogen.
Das Bücherschreiben, das hat geklappt. Und zwar weitgehend, ohne zu stolpern.
Gewollt. Geschrieben. Gedruckt.
Was mir nicht klar war: wieviel Mut ich da wirklich an den Tag gelegt habe.
Plötzlich lesen tausende von Menschen, was ich mir ausgedacht habe.
Plötzlich schreiben mir Kinder und wollen unbedingt wissen, ob es noch weitere Bände meiner Heldinnen und Helden gibt (nein, leider nicht …) .
Plötzlich fragen mich alle Bekannten, wann denn „was Neues“ erscheint … (und das fragen sie immer noch …)
Plötzlich stehe ich – wenn auch nur ein bisschen – im Interesse von Menschen, die eigentlich weit, weit weg erscheinen. Und sich eben doch für „diese Sache“ interessieren … Und plötzlich, irgendwie schleichend, fühlt sich das alles nicht mehr ganz so gut an …
Es braucht Mut, die eigenen Ideen, zu veröffentlichen. Sich mit der eigenen Kunst den Verkaufszahlen, Rezensionen und einem Publikum zu stellen.
Ich hab’s nicht gewusst. Und hab’s deshalb einfach gemacht.
Und als die Angst vor der nächsten Veröffentlichung schon fast unbezwingbar schien, da gab es dann glücklicherweise Er’MUT’iger, die meine Wurzel gegossen haben. Und jetzt gibt’s wieder Knospen und Blüten. Ein leichtes Aufblühen – ich mag dieses Wort sehr!
DANKE an die Gießkannen in meinem Leben:
Cally Stronk, die mir im letzten Jahr in einigen persönlichen Gesprächen Mut gemacht hat.
Katja Brandis, mit der ich schon vor ihrem großen Erfolg in Kontakt war und die auch jetzt noch zwischen Lesungen und Manuskripten ein offenes Ohr bei einem gemeinsamen Essen hatte.
Katrin und Arabell von der Kinderbuchmanufaktur. Ihr legt so viel Begeisterung an den Tag, dass es nur so sprudelt und sprießt.
Alle Mitglieder der Kinderbuchmanufaktur. Es ist schön, dass wir zusammengehören.
Das Netzwerk der Neckarautoren, wo professioneller Austausch stattfindet und tolle Projekte entstehen.
Und ich danke allen Autor’innen und Illustrator’innen dafür, dass ihr mit Mut an die Öffentlichkeit geht. Die Kinder brauchen euch und eure Geschichten für eine gesunde Entwicklung! DANKE.
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